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15.05.2009 - Endlich Weltranglisten-Punkte
Beim zweiten Lauf zur Mountainbike-Bundesliga fährt der Suhler Sportsoldat auf Platz 4 - und hofft nun, am kommenden Wochenende die Tendenz fortsetzen zu können (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

Es war ein Befreiungsschlag für den Suhler Mountainbiker René Tann vom Team Fuji: Beim international besetzten zweiten Lauf zur Mountainbike-Bundesliga erkämpfte sich der 23-jährige Sportsoldat hinter Thomas Litscher, Robert Mennen und Fabian Giger den vierten Platz - und schob sich damit in der Bundesliga-Gesamtwertung auf den siebten Platz vor: "Das ist eine gute Ausgangslage für das nächste Bundesliga-Rennen am kommenden Sonntag in Heubach", freut sich Tann schon auf sein "Schicksalsrennen" am Fuße der Schwäbischen Alb. Während er als Junior 2003 und U23-Fahrer 2006 das Rennen gewinnen konnte, war er in den folgenden Jahren jeweils schwer gestürzt und musste wochenlang pausieren: 2007 hatte er beim Training eine steile Abfahrt unterschätzt und war kopfüber zu Boden gegangen, 2008 war Tann im neu eingeführten Sprint unverschuldet von einem Konkurrenten vom Rad geholt worden und hatte sich dabei tiefe Schürfwunden zugezogen. "Trotzdem freue ich mich auf die anspruchsvolle Strecke", gibt sich Tann zuversichtlich. "Eine entscheidende Rolle wird dabei zweifellos das Wetter spielen: wenn es nass ist, kann man in der Abfahrt viel Zeit verlieren - vielleicht mehr, als ich bergauf wieder gutmachen kann", spricht Tann offen über seinen Respekt vor einer der konditionell anspruchsvollsten Strecken in Europa.

Durchaus anspruchsvoll war auch die Bundesliga-Strecke in Saalhausen, auch wenn sie nach dem heftigen Regen in der Nacht weitgehend abgetrocknet war. "An einigen Stellen war es schon noch schmierig, aber man konnte sie gut fahren: ich hatte einen schlimmeren Zustand erwartet", berichtete Tann nach dem Rennen. Dabei war er selbst überrascht, dass er am Ende soweit vorne platziert war: "Ich hatte die Woche vorher sehr hart trainiert, die Beine waren davon schon noch müde", sagte Tann. "Deswegen war zu erwarten, dass es in Saalhausen noch nicht hundertprozentig läuft." Das zeigte sich denn auch schon am Start: Tann, sonst bekannt für seine schnelle erste Runde, konnte das hohe Tempo des lange Zeit führenden Schweden Emil Lindgren nicht mitgehen. "In einem Downhill habe ich den Anschluss verloren und konnte nicht mehr heran fahren", so Tann, der in Anbetracht der kommenden Aufgaben in Saalhausen nicht zuviel riskieren wollte und die gefährlichen Abfahrten eher vorsichtig als aggressiv anging. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Olaf Rochow setzte sich René Tann auf dem zunächst fünften Platz fest, bis Lindgren völlig unerwartet aufgab. Gemeinsam konnten die beiden Fuji-Biker zwar nicht den Abstand nach vorne verkürzen, aber sich dafür einen sicheren Platz auf dem erweiterten Podium sichern: "Wir wollten uns zum Schluss nicht mehr unnötig verausgaben, sondern die Platzierungen sicher nach Hause bringen. Aber als Hannes Genze und Torsten Marx von hinten kamen, mussten wir noch einmal zulegen: die Plätze 4 und 5 wollten Olaf und ich uns unbedingt sichern." Was auch bravourös gelang und Tann einen Sprung von über 40 Plätzen nach oben in der Weltrangliste brachte.

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