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07.04.2009 - René Tann (Fuji Bikes Europe) gewinnt in Goseck
Eine Woche vor dem Weltcup-Auftakt im südafrikanischen Pietermaritzburg zeigte sich der Suhler Sportsoldat in guter Form (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

Einen ersten Lichtblick auf die Mountainbike-Saison 2009 offenbarte der Sieg des Suhlers René Tann, Deutscher U23-Meister von 2007: bereits früh hatte sich der Thüringer im Rahmen des bundesoffenen Eliterennens von seinen Verfolgern gelöst und einem zu keiner Zeit gefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen gefahren. "Erst in der letzten von acht Runden musste ich leiden", zeigte sich Tann mit seiner Form zufrieden. Wichtiger als der Sieg - der erste seit acht Monaten - aber war dem Sportsoldaten, endlich wieder ein Rennen zu Ende gebracht zu haben: beim einem Rennen auf der Mittelmeerinsel Zypern, im Rahmen eines Trainingslagers mit der deutschen Nationalmannschaft, musste er vorzeitig aufgeben, weil sich ein Infekt ankündigte. "Das war sicher die richtige Entscheidung damals", ist sich der Fahrer beim Team Fuji Bikes Europe sicher. "Denn für das einzelne Rennen wollte ich meine Saisonvorbereitung nicht gefährden - und wäre ich wirklich krank geworden, hätte mich das eventuell um Wochen zurück geworfen." Deswegen sollte eigentlich die Kamptal-Klassik in Langenlois (Niederösterreich) der Saison-Einstieg werden. Doch eine immer wieder klemmende Kette und abgenutzte Bremsbeläge zwangen den Waffenstädter, auch hier nach der Hälfte des Rennen die Waffen zu strecken und unverrichteter Dinge die Heimfahrt anzutreten. "Umso mehr freue mich jetzt, dass es in Goseck endlich geklappt hat", strahlte Tann im Ziel. "Da fällt mir schon ein Stein vom Herzen."

Auch und gerade für den Kopf ist dieser Erfolg wichtig, auch wenn die Konkurrenz in Goseck nicht allzu groß war - schon gar nicht gemessen daran, was Tann am Samstag 10.000 Kilometer südlich in Pietermaritzburg erwartet, circa eine Autostunde von der südafrikanischen Hafenstadt Durban am Indischen Ozean entfernt: dort trifft sich die Weltelite erstmals in der Geschichte des olympischen Mountainbike-Sports auf dem afrikanischen Kontinent zu einem Weltcup. Bereits am Montagabend fliegt Tann daher gen Süden, um sich noch ein wenig an das feuchtheiße Klima zu gewöhnen. Doch für den Suhler Unteroffizier wird es schwer werden, die Fahnen des Teams Fuji Bikes Europe hochzuhalten: aufgrund der durchwachsenen Saison 2008 muss er weit hinten im Feld starten - ein entscheidender Nachteil auf dieser Strecke: auf der kurzen Startgeraden ist wenig Platz, sich früh nach vorne zu arbeiten - und auch viele Abschnitte der 4,7 Kilometer langen Strecke im Norden der Stadt lassen ein Überholen nur bedingt zu. "Unter diesen Voraussetzungen genügt es mir, unter die ersten 60 zu kommen - denn damit ich einen guten Startplatz beim folgenden Weltcup in Offenburg sicher!", gibt Tann als Minimalziel an. Aber natürlich will Tann weiter vorne landen - und der schnelle Kurs von Pietermaritzburg dürfte dem Suhler entgegen kommen, zumindest, wenn es nicht länger regnet: denn dann wird die Strecke rutschig und schmierig. "Ich bin gespannt, was mich in Afrika erwartet", freut sich Tann schon auf das Rennen, das am Samstag um 14:30 Uhr gestartet werden wird.

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