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07.08.2009 - René Tann: Mit neuem Elan in die zweite Saisonhälfte
Der Mountainbiker, der am morgigen Samstag seinen 24. Geburtstag feiert, startet am Sonntag zu seinem ersten Etappen-Rennen: der Vaude-TransSchwarzwald (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

Drei Wochen ist es nun her, seit der Suhler Mountainbiker René Tann (23) die Antibiotika absetzen konnte, die er wegen einer akuten Borreliose nach einem Zeckenbiss im Mai über mehrere Wochen nehmen musste. Jetzt kehrt der Sportsoldat mit neuem Elan in die Rennszene zurück. Bereits am vergangenen Wochenende bestritt der Thüringer Geländespezialist zur Vorbereitung zwei Straßenrennen, am Sonntag wird er dann erstmals bei einem Mountainbike-Etappenrennen starten: die Vaude Trans Schwarzwald führt in acht Etappen von Nord nach Süd von Pforzheim nach Murg-Niederhof an der schweizerischen Grenze, dem Heimatort von Olympiasiegerin Sabine Spitz. Die rund 600 Fahrer müssen dabei 550 Kilometer und 14.700 Höhenmeter zurücklegen. "Das ist natürlich eine neue Herausforderung für mich, die mit vielen Unsicherheiten behaftet ist", gibt sich René Tann betont vorsichtig: "Zum einen weiß ich überhaupt nicht, wo ich im Moment sportlich stehe: fast zwei Monate liegt mein letztes Mountainbike-Rennen zurück - und schon damals kämpfte mein Körper gegen die Bakterien, die die Borreliose auslösten. Und zum anderen ich bin noch nie ein Etappen-Rennen auf dem Mountainbike gefahren: das wird sicher eine ganz neue Erfahrung." Tann wird dabei zwar auf seinem Fuji-Bike, aber im Trikot des Komponenten-Herstellers Rohloff als Einzelstarter in der knapp 70 Mann starken Elite-Klasse an den Start gehen. "Die Vaude TransSchwarzwald kommt für mich zum idealen Zeitpunkt: zum einen möchte ich natürlich ganz vorne mitfahren, zum anderen - und das ist mir im Moment noch wichtiger - ist sie das ideale Aufbautraining für die kommenden Rennen: die Marathon-Weltmeisterschaft Ende am 23. August in Graz und die beiden abschließenden Weltcups in Champéry (Schweiz) und Schladming (Österreich) im September: nach der bisher unglücklich verlaufenden Saison will ich das Sportjahr wenigstens mit ein paar Erfolgen abschließen", gibt Tann seine Ziele vor. Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter dem Bundesliga-Start am kommenden Wochenende in Bad Salzdetfurth: "Das werde ich wohl kurzfristig entscheiden müssen, ob ich nach acht Etappen TransSchwarzwald noch fit genug bin, auch bei einem hochklassig Bundesliga-Rennen vorne mitfahren zu können. Versuchen möchte ich es aber allemal."

Dass es um seine Form derzeit nicht ganz schlecht bestellt ist, zeigte der Mountainbiker aus der Waffenstadt bereits am vergangenen Wochenende bei zwei Straßen-Kriterien in Bamberg und Zwenkau bei Leipzig. Beim 58. Gartenstadtkriterium in der Weltkulturerbestadt Bamberg kämpfte Tann zunächst erfolgreich um Wertungspunkte mit, verpasste dann aber 15 Kilometer vor dem Finale die rennentscheidende Attacke einer vierköpfigen Ausreißergruppe. Dennoch stand am Ende der 65 Runden ein guter 13. Platz zu Buche - "kein schlechtes Ergebnis für einen Disziplinfremden", schmunzelte Tann nach dem Rennen. Am folgenden Tag erwischte Tann dann aber nicht die große Ausreißergruppe, die sich beim Kriterium in Zwenkau schon früh abgesetzt hatte. "Ich versuchte dann, alleine die Lücke zwischen Hauptfeld und Ausreißern zu schließen, zunächst alleine, dann mit einem zweiten Mitkämpfer. Aber bei der Hitze gelang uns das nicht." Kurz vor Rennende wurden die beiden wieder vom Hauptfeld geschluckt. "Das es in Zwenkau nicht so gut lief, ist nicht so tragisch - es war ein gutes Training unter harten Rennbedingungen", zog Tann eine durchaus zufriedene Bilanz des ersten Rennwochenendes seit zwei Monaten.

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