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21.04.2010 - Nach Erkältung mit gemischten Gefühlen zum Weltcup
Noch Ende vergangener Woche sah es so aus, als könnte René zum ersten Mal seit Jahren komplikationsfrei in die Mountainbike-Saison starten – jetzt musste er wegen einer Erkältung den Bundesliga-Auftakt in Münsingen auslassen (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

„Noch bin ich nicht wieder gesund – aber ich hoffe, das wird noch bis zum Sonntag.“ Mit diesen Worten machte sich der Suhler Mountainbiker René Tann vom Team Germina am frühen Mittwochmorgen auf die lange Anreise in die englische Grafschaft Yorkshire, wo im Dalby Forest nahe der kleinen Ortschaft Pickering am kommenden Sonntag der erste Weltcup der noch jungen Mountainbike-Saison ausgetragen werden wird – trotz des immer noch vorhandenen Chaos im europäischen Luftverkehr. „Um sicher zu gehen, dass wir rechtzeitig da sind, fährt die Nationalmannschaft gemeinsam mit dem Bundestrainer im Bus die rund 1.400 Kilometer quer durch Europa“, berichtet Tann von den kurzfristigen Änderungen seiner Reisepläne, die natürlich ursprünglich einen Flug nach England vorgesehen hatten. „Das ist natürlich keine optimale Vorbereitung, aber die Bedingungen sind für alle gleich“, so der Thüringer Sportsoldat.

Keine optimale Vorbereitung war auch der grippale Infekt, der den 24-jährigen am vergangenen Wochenende ins Bett schickte. Nach den Erfolgen der vergangenen Wochen in Österreich und auf Mallorca sollte der Bundesliga-Auftakt im schwäbischen Münsingen die – hoffentlich erfolgreiche – Generalprobe für den Weltcup werden. Doch am Samstagmorgen musste Tann die schwere Entscheidung fällen, nicht zum Traditionsrennen auf der Schwäbische Alb anzureisen. „Es hätte keinen Sinn gemacht“, zeigte er sich enttäuscht.

„Jetzt weiß ich natürlich nicht, wo ich stehe: zum einen, weil mir der Wettkampf in Münsingen fehlt, zum anderen, weil die Erkältung mich im Training zurück geworfen hat und auch das Gesundwerden Kraft kostet. Mir bleibt also nichts anderes übrig, als am Sonntag mein Bestes zu geben, was auch immer das ist“, lächelt er etwas gequält. „Zum Glück geht es mit meiner Gesundheit schon wieder deutlich bergauf!“ Sein Ziel bleibt dennoch das Gleiche: im knapp 200 Mann starken Feld mit den besten Fahrern der Welt am Ende unter die besten Sechzig zu kommen – das ist Voraussetzung, um eine Woche später beim Weltcup in Houffalize, einen deutlich besseren Startplatz zu ergattern, was bei Cross-Country-Rennen fast schon die halbe Miete ist. „Das wird unter diesen Voraussetzungen noch schwerer, als es ohnehin schon wäre – aber ich kann es nicht ändern.“

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