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15.07.2010 - Top 5 ist das Ziel
Am Wochenende stehen im niedersächsischen Bad Salzdetfurth die Deutschen Mountainbike-Meisterschaften an. Der Suhler René Tann ist zuversichtlich – und will ganz vorne mitmischen (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

Selbstvertrauen hat der 24-jährige Suhler Mountainbiker René Tann  vom Unterschönauer Team Germina bei den letzten Rennen in Frankreich und Österreich getankt: „Konditionell bin ich gut in Form, daran hat auch mein Sturz vor zwei Wochen nichts geändert!“ Sturz? Ja, der Thüringer Sportsoldat war beim Mountainbike-Training auf dem Rennsteig vor zwei Wochen in einer Schotterabfahrt hart aufs Knie gefallen und sich dabei eine tiefe Wunde zugezogen, die aber glücklicherweise nicht genäht werden musste: „Eine Woche lang hatte ich eine dicke Schwellung, die ist aber mittlerweile zurückgegangen“, so der Suhler. Dennoch musste er vergangene Woche auf einen Start beim Mitteldeutschland-Cup im nordbayerischen Haselbach in der Rhön verzichten: „Ich wollte die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft am kommenden Wochenende nicht unnötig mit einem zu frühen Renneinsatz gefährden.“ Schließlich zählt die Meisterschaft am kommenden Wochenende im niedersächsischen Bad Salzdetfurth unweit von Hannover zu den großen Saisonzielen des seit Monaten vom Pech verfolgten ehemaligen Deutschen U23-Meisters von 2007: so konnte er beispielsweise im vergangenen Jahr nach einem Zeckenbiss und einer daraus folgenden Borreliose bei der Deutschen Meisterschaft in Wetter an der Ruhr erst gar nicht an den Start gehen, sodass seine letzte Platzierung bei einer Deutschen Meisterschaft aus seinem ersten Elite-Jahr 2008 datiert: damals war der Südthüringer in Sankt Märgen Schwarzwald Achter geworden. Dieses Jahr hat er sein Ziel höher angesetzt:

„Ich will wieder ganz vorne mitmischen. Die faire Startrunde und der lange Anstieg in Bad Salzdetfurth kommen mir da sehr entgegen.“ In der kleinen Stadt bei Hildesheim werden am Wochenende einige tausend Zuschauer erwartet, die den anspruchsvollen Kurs, der mitten durch die Stadt geht, säumen werden: „Ich freue mich schon darauf, auch wenn das wohl eine ziemlich staubige Angelegenheit werden wird“, so Tann, der in dieser Woche knapp den Sprung unter die Top200 der Weltrangliste verpasste und mit nur einem einzigen Punkt Rückstand nun auf Rang 201 liegt: „Mit einem guten Ergebnis bei der Deutschen Meisterschaft sollte ich diese magische Grenze wieder durchbrechen können.“ Zuletzt war das im Juni 2008 der Fall gewesen, als Tann erstmals nach seinem Titel in der U23-Klasse unter Platz 200 abgerutscht war. Doch nun zeigt die Formkurve des jungen Suhlers wieder deutlich nach oben. Kein Wunder also, dass er auch wieder mit neuem Selbstvertrauen in die anstehenden Rennen geht.

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