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01.09.2010 - Sieg in Österreich knapp verpasst
Nach einem Fahrfehler in der vorletzten Runde trennten den Suhler Mountainbiker in Ottenschlag bei Linz nur wenige Sekunden von Sieger Milan Spesny aus Tschechien (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

Am Ende haderte Mountainbiker René Tann aus der Waffenstadt Suhl ein wenig mit sich selbst: „Durch einen simplen Fahrfehler habe ich den Sieg verschenkt“, ärgerte sich der Sportsoldat, der das Rennen auf dem nur 3,2 Kilometer langen Rundkurs im oberösterreichischen Ottenschlag  über weite Strecken dominiert hatte. Auf der winkligen Strecke mit hohem Singletrail-Anteil hatte Tann zunächst abgewartet, ehe er selbst die Führungsarbeit übernahm und sich letztlich sogar von seinen Verfolgern schon einige Sekunden absetzen konnte. Zunächst hießen diese Widersache Uwe Hochenwarter (Österreich) und dessen bayerischer Mannschaftskollege vom Team Muskelkater-Genesis Matthias Leisling, der zuletzt bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Salzdetfurth eine sehr gute Leistung gezeigt hatte.
„Eigentlich war es ganz praktisch, in einer Gruppe zu fahren, weil etwa ein Drittel der Strecke sehr windanfällig war“, resümierte Tann nach dem Rennen über zehn Runden. Der Rest des anspruchsvollen Kurses führte in Schleifen durch den Wald: „Trotz des schauerartigen Regens ist die Strecke trotz des lockeren Waldbodens und der vielen Wurzeln gut befahr geblieben“, fand der Suhler. Als erster musste Leisling abreißen lassen, später dann auch Hochenwarter. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Tscheche Milan Spesny bereits zu dem Führungsduo aufgeschlossen, sodass Tann auch danach noch nicht allein war, „auch wenn ich die ganze Arbeit machen musste.“ Drei Runden vor Schluss attackierte der Germina-Fahrer („Ich hatte mich in den Anstiegen sehr gut
gefühlt“) und versuchte sein Heil alleine in der Flucht. „Ich hatte schon einige Sekunden Vorsprung, als ich in einer steinigen Passage aus den Pedalen musste, um nicht umzukippen“, berichtete Tann später. Spesny nutzte das Straucheln des Deutschen U23-Meisters von 2007, um den Abstand zu verkürzen und wenige Meter später aufzuschließen. „Spesny ist ein guter Abfahrer“, zollte Tann der Leistung seines tschechischen Kollegen Achtung.
Als Spesny dann aber sogar an einem steilen Anstieg einen Konterangriff startete, hatte dem Tann dem Antritt nichts mehr entgegen zu setzen: „Ich habe in der letzten Runde noch versucht, zu ihm aufzuschließen, aber das ist mir am Ende nicht mehr ganz gelungen“, so Tann ein wenig enttäuscht. Nach 1:32:20 Fahrzeit für den Sieger Milan Spesny trennten Tann nur sieben Sekunden vom Erfolg. Den drittplatzierten Uwe Hochenwarter konnte Tann aber noch mit knapp zehn Sekunden Vorsprung auf Distanz halten. Christopher Maletz, wohl einer der härtesten Konkurrenten Tanns im Kampf um die Mitteldeutsche Meisterschaft im sächsischen Freital, hatte als Fünfter bereits einen Rückstand von über fünf Minuten auf die Spitzengruppe. „Das gibt mir Selbstvertrauen für die beiden Mitteldeutschland-Cups an den beiden kommenden Wochenenden in Freital und Altenberg“, so Tann: „Endlich läuft es wieder richtig rund!“

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