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13.09.2010 - Hattrick beim Mitteldeutschland-Cup
Beim Finale im sächsischen Altenberg verweist der Suhler Mountainbiker zum dritten Mal in Folge die Konkurrenz auf die Plätze und belegt in der Gesamtwertung mit nur drei von sieben absolvierten Läufen Rang 5. (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

Am Ende strahlte René Tann vom 1. MTB Club Suhl-Rennsteig mit der Sonne um die Wette: zum dritten Mal in Folge hatte der 25-jährige Sportsoldat der Konkurrenz das Hinterrad gezeigt und nach Nordhausen und Freital auch den Finallauf des Mitteldeutschland-Cups im sächsischen Altenberg gewonnen, einem Revier, das Tann aus vielen Trainingslagern mit der Nationalmannschaft sommers wie winters wie seine Westentasche kennt: „Ich kann nur sagen, dass ich über das schöne Wetter sehr froh war: um die Jahreszeit können die Temperaturen hier oben im Erzgebirge auch einstellig sein“, weiß der Thüringer Profisportler aus eigener Erfahrung. „Auch die Strecke wäre bei feuchter Witterung noch schwerer geworden, als sie ohnehin schon war.“ Vor allem die vielen anspruchsvollen Wurzelpassagen ließen selbst ausgewiesene Techniker manchmal fast verzweifeln. René Tann setzte in den Downhills auf „Nummer sicher“ und baute seinen Vorsprung vor allem in den Anstiegen am Skihang von Altenberg, fast in Sichtweite der tschechischen Grenze, aus:
„Mein Kraft am Berg hat gereicht, dass ich in den Abfahrten nichts riskieren musste“, so Tann nach dem Rennen.

Wie schon in den vergangenen Rennen hatte René Tann (Team Germina) auch in Altenberg zunächst versucht, den Wettkampf verhalten anzugehen, doch bereits nach dem ersten Anstieg war er ganz vorne zu finden und wehrte erfolgreich Attacken des Dresdner Lokalmatadoren Marco Schätzing ab: „Ich wollte unbedingt als Erster in die erste Abfahrt, um nicht unnötig einen Sturz zu riskieren oder den Anschluss an die Spitze zu verlieren“, berichtete der Suhler später. Doch bereits am Ende der ersten Runde hatte sich eine vierköpfige Spitzengruppe herausgebildet, mit Tann an der Spitze, dahinter Christopher Maletz, Florian Schön und Rumen Voigt. Im nächsten Anstieg erhöhte der Suhler das Tempo erneut, sodass kurzzeitig nur noch Maletz folgen konnte, ehe auch dieser abreißen lassen musste. Danach drehte Tann alleine seine Runden am Skihang. Erst in den letzten Runden des zunächst auf sechs Runden angesetzten, dann auf neun Runden verlängerten und schließlich wieder auf sieben Runden verkürzten Rennens verlangsamte der Germina-Fahrer seine Fahrt: „Man konnte auf der vom ehemaligen Downhill-Nationalfahrer Jens Böttner designten Strecke sehr rhythmisch fahren, sodass ich meine Kraft ein wenig sparen und ein wenig auf Sicherheit fahren konnte: wäre es tatsächlich eng geworden, hätte ich sicher noch zulegen können“, zeigte sich der am vergangenen Wochenende in Freital zum Mitteldeutschen Meister gekürten Tann selbstsicher. Am Ende siegte er nach einer Fahrzeit von 1:25:37 Stunden vor Christopher Maletz (+1:44 min.) und Marco Schätzing (+2:29 min.), der sich damit den zweiten Platz im Mitteldeutschland-Cup 2010 hinter Maletz sicherte. René Tann, der nur an drei der sieben Wertungsläufen teilgenommen hatte, konnte immerhin noch auf den fünften Rang klettern.

An den kommenden beiden Wochenenden will sich Tann erneut an Etappen-Rennen und der Langstrecke probieren: bereits am Freitag erfolgt im schwäbischen Haigerloch der Auftakt zum Drei-Etappen-Rennen „Trans Zollernalb“ rund um den Bundesliga-Standort Albstadt. „Ich kann die Konkurrenz noch nicht richtig abschätzen, aber eigentlich sollte eine Topplatzierung möglich sein“, gibt sich Tann nach seinem erfolgreichen Abschneiden bei der französischen Tour de L’Ain im Sommer durchaus berechtigt optimistisch. „Das wäre natürlich auch ein ganzer Batzen Punkte für mein Weltranglisten-Konto, den es dort zu verdienen gibt.“ Am darauffolgenden Wochenende steht mit der Deutschen Marathon-Meisterschaft im hessischen Biebertal die letzte große Meisterschaft des Jahres auf dem Programm. „Da die Etappen der Trans Zollernalb nicht allzu lang sind, kommt mir das Cross-Country-Fahrer durchaus entgegen“, so Tann. „Und auch wegen der Regeneration mache ich mir daher im Hinblick auf die Deutsche Marathon-Meisterschaft keine Sorgen.“

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