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17.09.2010 - Trans Zollernalb: René gewinnt beide Sprintwertungen der ersten Etappe
Im hochkarätig besetzten Feld der ersten Auflage der Trans Zollernalb, einem dreitägigen Mountainbike-Etappen-Rennen südlich von Stuttgart, erreicht der Suhler das Ziel mit der Spitzengruppe (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

„Es war taktisch nicht klug, so kurz vor dem Ziel so weit hinten in der Gruppe zu fahren“, ärgerte sich der Suhler Mountainbiker René Tann vom Team Germina über seinen neunten Platz im Sprint der Spitzengruppe zum Abschluss der Auftaktetappe der ersten Auflage der Sparkasse Trans Zollernalb. Doch der 25-jährige hat eigentlich kaum Grund, mit sich zu hadern: schließlich hatte der thüringische Sportsoldat zuvor – für ihn selbst „überraschend“ – beide ausgelobten Sprintwertungen für sich entscheiden können und auch in der Gesamtwertung nur drei Sekunden auf den Tagessieger, den Schweizer Marathon-Meister Andreas Kugler, und den Zweitplatzierten, den Deutschen Marathon-Meister Jochen Käß (beide Multivan-Merida) verloren. Selbst der frisch gekürte Marathon-Weltmeister Alban Lakata (Österreich, Topea-Ergon), hatte erst unmittelbar vor Tann die Ziellinie in dem hochkarätig besetzten dreitägigen Etappen-Rennen südlich von Stuttgart überquert. Immerhin war nach 61 Kilometern quer durch die Zollernalb vom kleinen Kurort Bad Imnau bis nach Balingen eine dreizehnköpfige Spitzengruppe auf den Marktplatz der Kreisstadt des Zollernalb-Kreises. „Morgen werden die Gruppen kleiner sein“, war sich Tann im Hinblick auf das Höhenprofil der zweiten Etappe nach dem Zieleinlauf sicher: „Das ist ein neuer Tag, ein neues Rennen und da will ich dann ganz vorne dabei sein.“ 

Auch bei der ersten Etappe hatte der Germina-Fahrer sein Talent und seine gute Herbstform aufblitzen lassen: gleich zwei Mal gewann René Tann die auf der Strecke ausgelobte Sprintwertungen in Bickelsberg und Geislingen. „Dabei hatte ich das zunächst gar nicht vor“, schmunzelte der Suhler. Taktisch klug hatte er sich nach dem Start in Bad Imnau immer im vorderen Bereich der großen Spitzengruppe aufgehalten: „Ich wollte dabei sein, wenn jemand attackiert, um mitgehen zu können.“ Auch das Sturzrisiko ist weiter vorne in der Gruppe natürlich deutlich kleiner als weiter hinten. So kam es, dass Tann auch kurz vor der ersten Sprintwertung mit vorne dabei war: „500 Meter vor der Wertung stand ein Schild, da habe ich mich umgedreht – und musste feststellen, dass ich gemeinsam mit Kugler und Lakata ein kleines Loch zu den anderen hatten.“ Hundert Meter vor der Wertungsabnahme eröffnete dann der Weltmeister im Regenbogentrikot die heiße Phase des Sprints – und wurde von Tann, der kurz vorher aus dem Windschatten ausscherte, überraschend geschlagen. „Danach habe ich versucht, das Tempo hochzuhalten, um gemeinsam mit den anderen beiden wegzukommen, aber hinten haben sie wohl gut zusammengearbeitet“, berichtete Tann später vom gescheiterten Versuch, die Spitzengruppe dauerhaft zu reduzieren. Auch nach der zweiten Sprintwertung – nach dem Erfolg beim ersten Mal hatte Tann diesmal durchaus Ambitionen, sich die Prämie zu holen – probierte es Tann gemeinsam mit seinen Mitstreitern Andreas Kugler und Torsten Marx erneut. Doch auch diesmal war nach zwei Kilometern Schluss mit dem Ausreißversuch. „Das Tempo war extrem schnell heute, der Schnitt lag bei knapp 32 Kilometer pro Stunde – und das auf dem Mountainbike!“, zeigte sich Tann durchaus beeindruckt von der ersten Etappe der Trans Zollernalb.

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