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23.09.2010 - Sturz auf der letzten Abfahrt der Trans Zollernalb
Mit einem zum Glück glimpflich verlaufenen Sturz nur fünf Kilometer vor dem Ziel verpasst der Suhler Mountainbiker das schon in greifbarer Nähe liegende Podium (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

Nur noch fünf Kilometer waren es bis zum Ziel der dritten und letzten Etappe der Trans Zollernalb in Hechingen südlich von Stuttgart. Gerade einmal drei Sekunden hatte der Suhler Mountainbiker René Tann vom Team Germina am Morgen in Albstadt Rückstand auf den Führenden Hannes Genze (Multivan-Merida) gehabt, als es auf die 77 Kilometer lange Schlussetappe ging: der 25-jährige Thüringer hatte damit noch alle Chancen auf den Gesamtsieg, zumindest aber auf einen Podiumsplatz der ersten Auflage der Trans Zollernalb. Auch zu diesem Zeitpunkt, so kurz vor dem Ziel, war das Rennen noch völlig offen:
eine dreiköpfige Spitzengruppe hatte einen minimalen Vorsprung von gut einhundert Metern herausgefahren, René Tann und Hannes Genze kämpften in der Verfolgergruppe in der letzten langen Abfahrt um den Anschluss, den sie fast schon wieder hergestellt hatten. Doch in einer schnellen Linkskurve, die sich zum Ausgang hin immer enger zog, konnte René Tann die Spur nicht mehr halten und schoss geradeaus in den Wald und den Abhang hinunter. „Ich hatte unwahrscheinliches Glück, dass ich mich dabei nicht verletzt habe“, konstatierte der Suhler Sportsoldat im Ziel. Richtig freuen darüber konnte er sich trotzdem nicht: bis er sich wieder aufgerappelt hatte und auf den Forstweg zurückgekehrt war, waren die Konkurrenten um den Gesamtsieg längst entschwunden. „Mir blieb nichts anderes übrig, als den Schaden zu begrenzen und mit möglichst wenig Rückstand ins Ziel zu kommen“, berichtete Tann später über seine Aufholjagd auf den letzten Kilometern. Mit einem Rückstand von 1:15 Minuten auf den belgischen Tagessieger Kevin van Hoovels fuhr Tann als Zehnter in Hechingen über die Ziellinie – und belegte damit im Gesamtklassement hinter dem Sieger Hannes Genze immerhin noch den siebten Platz.

„Natürlich ist das ärgerlich, wenn der Podiumsplatz so greifbar ist“, wurmte es den 25-jährigen im Ziel. Trotzdem konnte der Sportler aus der Waffenstadt der Rundfahrt auch einiges positives abgewinnen: „Eine Woche vor der Deutschen Marathon-Meisterschaft am Dünsberg habe ich gezeigt, dass die Form stimmt. Und unterm Strich ist ein siebter Platz bei der hervorragenden Besetzung der Trans Zollernalb keine Schande: mein Ziel war ursprünglich, unter die besten Zehn zu kommen. Und das habe ich deutlich erreicht!“ Und auch im Hinblick auf die Weltrangliste war es wohl die richtige Entscheidung, das Bundesliga-Finale in Saalhausen zugunsten der Trans Zollernalb ausfallen zu lassen: „So viele Punkte wie in Hechingen zu sammeln, wäre in Saalhausen fast unmöglich gewesen“, so Tann, der bei der nächsten Ausgabe der Weltrangliste einen weiteren deutlichen Sprung nach vorne machen dürfte. „Jetzt steht natürlich die Deutsche Marathon-Meisterschaft am kommenden Wochenende im hessischen Biebertal bei Gießen im Mittelpunkt“, nennt Tann sein nächstes Ziel: „Ich hoffe natürlich, dass das Wetter dort nicht zu schlecht wird. Aber unabhängig davon sollte es möglich sein, mit der Spitze mitzufahren und eine gute Platzierung zu erreichen!“

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