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14.04.2011 - René Tann (BlackTusk RacingTeam) vor Saison-Auftakt
Mit dem Bundesliga-Auftakt in Münsingen am kommenden Sonntag und nur eine Woche später dem ersten Weltcup-Rennen in Pietermaritzburg (Südafrika) stehen zwei hochkarätige Rennen am Beginn der neuen Mountainbike-Saison für den 25-jährigen Sportsoldaten aus Suhl (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

„Die Vorbereitung ist vorüber – jetzt wird’s ernst!“ Mit diesen Worten startet der Suhler Mountainbiker René Tann vom BlackTusk RacingTeam in die neue Saison. Die bereits absolvierten Rennen auf Zypern und in Österreich sowie zuletzt eine Straßen-Rundfahrt auf Mallorca dienten nur dem einen Zweck, eine optimale Vorbereitung für die wirklich wichtigen Wettkämpfe zu gewährleisten. Und selbst der Bundesliga-Auftakt am kommenden Wochenende in Münsingen auf der Schwäbischen Alb ist beinahe nur Zwischenstation auf dem Weg zum ersten Saison-Höhepunkt eine Woche später: dem ersten Weltcup-Rennen der Saison im südafrikanischen Pietermaritzburg. „Natürlich sind meine Augen zunächst einmal nach Münsingen gerichtet, das traditionell die Bundesliga-Saison eröffnet“, so der 25-jährige Sportsoldat: „Bereits zum 25.
Mal wird dieses Rennen nun ausgetragen – das zeigt, dass die Veranstalter um Hans Klug Jahr für Jahr ausgezeichnete Arbeit leisten: und dazu möchte ich ihnen auf diesem Weg ganz herzlich gratulieren!“ Im Mittelpunkt steht dabei aber natürlich auch im Jubiläumsjahr der Sport: „Noch kann ich nicht ganz einschätzen, wo ich wirklich stehe“, gibt sich Tann bekannt vorsichtig:
„Aber eine Woche später will ich beim Weltcup in Südafrika weit in die Top60 hinein fahren – da muss ich in Münsingen schon fit sein und trotz der Weltklassebesetzung weit vorne landen.“

Optimismus schöpft Tann, der seinen bisherigen Radsponsor Germina mit in sein neues Team „BlackTusk Racing“ mit eingebracht hat, aus dem guten Abschneiden bei der Cinturon, der sogenannten „kleinen Mallorca-Rundfahrt“, einem Straßen-Rennen über vier Etappen, das vergangenen Samstag zu Ende ging. Zwar konnte sich Tann, der im Dress der deutschen Nationalmannschaft startete, keinen Spitzenplatz belegen, das war aber auch nicht das Ziel:

„Das Training unter Rennbedingungen stand im Vordergrund, vor allem gut und schnell über die Berge zu kommen.“ Diese Vorgaben des Bundestrainers Frank Brückner (Dresden) konnte der Thüringer erfolgreich umsetzen. „Die Bedingungen waren dieses Jahr härter als im vergangenen Jahr“, berichtete Tann nach seiner Rückkehr von der spanischen Insel: „Allein das Prolog-Zeitfahren war doppelt so lang: da verliert man ohne Spezial-Zeitfahrrad dann natürlich schon mal doppelt so viel Zeit, die dann wieder schwer gut zu machen ist.“ Und auch die beiden schweren Bergetappen auf der Deutschen liebster Urlaubsinsel hatten es in sich. „Dazu stellte ich bei der ersten Anfahrt auf den Col de Solér als Wasserträger in den Dienst der Mannschaft – das war anstrengender, als ich gedacht habe.“ Im Sinne des Trainings war es allerdings keine Katastrophe, dass Tann dabei kurzzeitig sogar den Kontakt zum Hauptfeld verlor: „In der Abfahrt bin ich wieder heran gekommen.“ Später, am Puj Major, konnte Tann sich sogar an der Spitze des Hauptfeldes in Szene setzen. „Freunde habe ich mir damit kaum gemacht – dazu habe ich das Tempo wohl zu hoch gehalten.“ Die Rache kam denn dann auch kurze Zeit später: mit Krämpfen in den Beinen musste sich der Deutsche U23-Meister der Mountainbiker über die letzten 30 Kilometer ins Ziel kämpfen. Auch der dritte Tag stand in Zeichen der Mannschaft:

Nachwuchs-Fahrer Markus Bauer hatte am Vortag in den Zwischenwertungen Sprintpunkte gesammelt, die aber noch nicht ganz für die Gesamtführung in der Sprintwertung gereicht hatten: „Unser Ziel war es natürlich, Markus dabei zu unterstützen, das Trikot zu erobern.“ Zwar konnte Bauer weitere Punkte sammeln, fürs Trikot reichte es am Ende trotzdem nicht. „Danach, als es wieder in die Berge ging, konnte ich meine eigenen Ziele verfolgen: auf Anweisung von Frank Brückner sollte ich in den Anstiegen immer vorne mit dabei sein, was mir auch gelang.“ Die letzten 60 Kilometer ins Ziel hielt sich Tann aber zurück und kam mit dem Hauptfeld ins Ziel. Der letzte Tag stand dann unter dem Motto: „Gesund ins Ziel kommen.“ Bereits am Vortag hatte es mehrere Stürze gegeben, und auch die letzte Etappe begann mit einem sehr nervösen Feld: „Ich habe mich zunächst immer vorne aufgehalten, um Stürzen bestmöglich aus dem Weg gehen zu können.“ Am Ende konnte Tann eine positive Bilanz ziehen: „Für meinen Formaufbau war die Rundfahrt genau das Richtige und hat auch viel Spaß gemacht. In den Bergen ging es dabei ganz schön sportlich zu!“

Schnell wird es auch in Münsingen werden: der Weltradsportverband UCI verkürzte die vorgesehene Rennzeit für internationale Rennen um eine Viertelstunde, sodass die Renndauer nun etwa 1:45 Stunde betragen sollte. „Das wird ein hartes Rennen. Aber durch die Rundfahrt wird es gut zu meistern sein, auch wenn ich die Belastung schon noch spüre“, so Tann am Mittwoch. „Aber dafür habe ich jetzt den ganzen Winter über trainiert – jetzt freue ich mich richtig auf die Rennen.“

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