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21.04.2011 - Bislang bestes Ergebnis beim Bundesliga-Auftakt in Münsingen
Mit Platz 8 in einem hochklassig besetzten Feld startete der Suhler Sportsoldat vom BlackTusk RacingTeam in die Mountainbike-Bundesliga-Saison2011 und schöpft Selbstvertrauen für das erste Weltcup-Rennen in Pietermaritzburg / Südafrika (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

Richtig rund lief die Vorbereitungsphase auf die Mountainbike-Saison 2011 für den Suhler Mountainbiker René Tann (25) nicht: während der Thüringer in den vergangenen Jahren immer mit einer Top-Form bei den Vorbereitungsrennen auf Zypern, Mallorca und Österreich glänzte, konnte er in diesem Frühjahr noch nicht an diese Ergebnisse anschließen. Doch jetzt, wo es ernst wird und die ersten wichtigen Rennen auf dem Programm stehen, scheint der Sportler vom neuen BlackTusk RacingTeam in Schwung zu kommen: beim Bundesliga-Auftakt in Münsingen belegte René Tann den achten Platz – und fuhr damit sein bislang bestes Ergebnis auf der Schwäbischen Alb ein. Eine Woche vor dem ersten Weltcup-Rennen in Südafrika zeigte er sich in einer großartigen Form, auch wenn er zum ersten Mal seit Jahren nicht als erster oben am Starthügel ankam: „Ich hatte beim Start keine Lücke gefunden, wo ich vorbeikommen konnte.“ Doch es genügte, um sich bald danach in der Spitzengruppe neben Weltmeister José Antonio Hermida (Spanien) und dem italienischen Meister und späteren Sieger Marco Aurelio Fontana einzureihen und gemeinsam mit ihnen die erste Runde zu absolvieren. „Als dann aber zu Beginn der zweiten Runde die beiden das Tempo nochmals erhöht haben, konnte und wollte ich nicht mitgehen“,  berichtete Tann später. „Stattdessen habe ich versucht, mein eigenes Tempo zu fahren, meinen eigenen Rhythmus zu finden, um möglichst lange weit vorne mitfahren zu können.“ Gleichzeitig vermied er die Kräfte zehrenden Ziehharmonika-Effekte, die eine große, schnelle Gruppe auf einem Kurs mit engen Kurven mit sich bringt. Selbst als Manuel Fumic, der durch einen  Defekt zurückgefallen war, in seiner Aufholjagd auf Tann aufschloss, ging Tann das hohe Tempo des Stuttgarters nur eine Zeitlang mit. „In den engen Kurven des Bikeparks habe ich den Anschluss verloren“, musste Tann eingestehen: „Dazu fehlt mir in dieser Saison noch die Übung – aber das wird schon noch“, ist sich der Sportsoldat sicher. Zwei Runden vor Schluss, als Tann bereits  schien es sogar so, als könnte eine schnelle Verfolgergruppe auf den Sportler aus dem Thüringer Wals aufschließen. „Doch die Straßen-Rundfahrt auf Mallorca hat mir vor allem einen langen Atem beschert“, meinte Tann nach dem Rennen. Der ehemalige Deutsche u23-Meister konnte noch einmal Tempo zulegen und so seinen achten Platz souverän verteidigen: „Das ist natürlich ein sehr gutes Ergebnis und das beste, das ich jemals in Münsingen eingefahren habe“, freute sich René Tann über seinen Erfolg: „Es zeigt, dass die Vorbereitung durch Bundestrainer Frank Brückner genau zum richtigen Zeitpunkt Früchte trägt.“

Daher reiste René Tann voller Selbstvertrauen zum zweiten Mal nach 2009 am Montagabend zum Weltcup-Auftakt nach Pietermaritzburg, der Hauptstadt der südafrikanischen Provinz Kwazulu-Natal, zirka 100 Kilometer nördlich der Hafenmetropole Durban gelegen. „Der Kurs dort ist technisch etwas schwerer als noch vor zwei Jahren, dafür hat er jetzt weniger Höhenmeter und ist nicht mehr ganz so kräftezehrend – dieses Profil könnte mir entgegen kommen“, freut sich Tann schon auf seine nächste große Aufgabe. Mit im Gepäck hat er ein nagelneues Carbon-Mountainbike der Thüringer Bikeschmiede Germina, der er auch mit seiner neuen Mannschaft Blacktusk treu geblieben ist: „Das Besondere an dem Rad, das es noch gar nicht zu kaufen gibt, sind die 29-Zoll-Felgen, das sind drei Zoll mehr als bisher“, erklärt Tann:

„Damit lassen sich Bodenunebenheiten leichter wegdrücken und trotz der großen Reifen ist es sehr wendig. Insgesamt ist es sehr aggressiv abgestimmt: mit der neuen, leichten Lefty-Gabel ist es für den Kurs in Pietermaritzburg und viele andere ist es das perfekte Sportgerät. Und der Kurs hier mit den vielen Singletrails und den „Rock Garden“ genannten schweren Steinpassagen macht damit richtig Spaß!“ Die Messlatte für einen Erfolg beim ersten Weltcup-Rennen der Saison hat Tann gegenüber 2009 daher deutlich nach oben korrigiert: während er vor zwei Jahren noch Top60 als Ziel ausgab – er verpasste es damals als 77. – will er 2011 „weit unter die besten 60 kommen.“ Für die besten 60 in der Gesamtwertung gibt es nämlich reservierte Startplätze bei den nächsten Weltcup-Rennen – und damit die deutlich größere Chance, ganz nach vorne zu fahren. Und es gibt neben den Weltcup-internen Punkten auch Punkte für die Weltrangliste, wo Tann derzeit auf Platz 136 zu finden ist: „Ich möchte endlich wieder zu den besten einhundert Fahrern der Welt zählen – das ist neben den guten Platzierungen bei den nationalen und internationalen Meisterschaften mein großes Ziel für die Saison 2011.“

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