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24.04.2011 - Nach schlechtem Start knapp die Weltcup-Punkte verpasst
Keinen guten Tag erwischte der Suhler Mountainbiker René Tann beim Weltcup-Auftakt in Pietermaritzburg (Südafrika): Erst nach zwei Runden kam der Sportsoldat richtig in Fahrt (von Armin M. K├╝stenbr├╝ck)

Eigentlich war der Suhler Mountainbiker René Tann vom schwäbischen Blacktusk RacingTeam mit großer Zuversicht zum Weltcup-Auftakt nach Südafrika gereist:

schließlich hatte er am Wochenende zuvor beim ersten Bundesliga-Rennen der noch jungen Saison in Münsingen auf der Schwäbischen Alb einen vielversprechenden achten Platz belegt. Doch die immer noch schlechte Platzierung in der Weltrangliste verhinderte einen aussichtsreichen Startplatz in Südafrika: Trotz guter Form und besten Materials aus der thüringischen Bike-Schmiede Germina gelang es Tann nicht, sich in gewohnter Manier durch das kompakte Starterfeld zu pflügen. Auf dem engen Kurs durch die erste Runde musste sich Tann früh weit hinten einordnen – ohne eine Chance, sich nach vorne zu arbeiten. Erst nach zwei Runden auf der 5,9 Kilometer langen Runde am Rande von Pietermaritzburg, der Hauptstadt der südafrikanischen Provinz Kwazulu-Natal und zirka 100 Kilometer nördlich der Hafenmetropole Durban liegt, als sich das weit über 100 Mann starke Feld langsam auseinander gezogen hatte, fand Tann Raum und Rhythmus, sich nach vorne zu arbeiten: auf dem gegenüber 2009 deutlich technischer gewordenen Rundkurs hatte der Suhler, der von Startplatz 80 aus ins Rennen gegangen war, bereits fast zwei Minuten auf Rang 60 verloren und war bis auf Platz 95 der 113 Starter zurückgefallen, ehe er seine Aufholjagd starten konnte:

binnen der nächsten drei Runden kämpfte sich der Sportsoldat um über dreißig Plätze nach vorne und war eingangs der letzten von insgesamt sechs zu fahrenden Runden unter angenehm frühherbstlichen Bedingungen auf der Südhalbkugel bis auf 38 Sekunden auf den magischen 60. Platz herangekommen.
Doch das war zu viel Zeit, um auf den verbleibenden knapp sechs Kilometern noch so viel Zeit gut zu machen. Tann beendete das Rennen als 62., mit einem Rückstand von 11:48 Minuten auf Sieger Nino Schurter aus der Schweiz.

„Natürlich bin ich enttäuscht: ich habe mein Ziel, unter die Top60 zu fahren und mir damit einen deutlich besseren Startplatz für das Weltcup-Rennen im Dalby Forest (Großbritannien) in drei Wochen zu sichern, denkbar knapp verfehlt“, meinte der Deutsche U23-Meister des Jahres 2007 nach dem Zieleinlauf: „Die vielen Singletrails haben zwar richtig Spaß gemacht – vor allem natürlich mit meinem 29-Zoll-Bike von Germina – aber die engen Wege waren natürlich ein Problem in den ersten beiden Runden, wo es viele Staus gab: und da, wo man überholen konnte, haben natürlich alle versucht, schnell zu fahren.“ Dennoch konnte der 25-jährige nach einer Fahrzeit von 1:46:38 Stunden auch eine positive Bilanz ziehen: „Als ich endlich Platz zum Überholen hatte, konnte ich beweisen, dass die Form in Ordnung ist – das stimmt mich zuversichtlich für die kommenden Rennen: besonders für den ersten europäischen Weltcup im Dalby Forest.“ Doch auch die Strecke in North Yorkshire ist bekannt für ihre kurze Startphase …

Eine ganz andere Aufgabe wartet auf den Mountainbike-Nationalfahrer und Sportsoldaten am kommenden Sonntag: der Bund Deutscher Radfahrer hat René Tann nach den guten Erfahrungen bei der Mallorca-Rundfahrt vor wenigen Wochen für die deutsche Nationalmannschaft bei der fünfzigsten Austragung des deutschen Straßen-Klassikers „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“, früher bekannt als das „Rennen rund um den Henninger Turm“, nominiert: „Das ist natürlich für mich eine große Ehre, mit so bekannten Profis an den Start gehen zu dürfen“, freut sich Tann schon auf das Rennen über das anspruchsvolle Straßenrennen über 201,5 Kilometer, das vor der Alten Oper in Frankfurt am Main enden wird: „Das Rennen durch den Taunus mit seinen vielen Anstiegen wird ganz schön hart werden, aber es ist sicherlich auch eine gute Vorbereitung für den kommenden Rennmarathon mit den Weltcups in Dalby und Offenburg und gleich darauf der Deutschen Meisterschaft in Albstadt!“

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