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23.07.2011 - Craft Bike Transalp 2011 über die Alpen
"Die Aura der Craft Bike Transalp strahlt weltweit - Abenteuer, Glücksgefühle, unvergessliche Erlebnisse. In den vergangenen 13 Jahren wurde sie zum bekanntesten und bedeutendsten Mountainbike-Event der Welt, zur Mutter aller Etappenrennen. Die 14. Auflage der Craft Bike Transalp vom 16. bis 23. Juli 2011 führt über acht Etappen mit 670,25 km und 21.504 Höhenmetern von Mittenwald nach Riva am Gardasee" (von www.bike-magazin.de / René)

Etappe 1 von Mittenwald nach Weerberg:

Los ging es Heute von Mittenwald nach Weerberg mit 95,54km und 2336Hm. Von Anfang an wurde ein sehr hohes Tempo gefahren und am ersten richtigen Anstieg haben sie so randaliert, dass die Spitzengruppe stark zerbröselt ist. Dabei haben wir als Zweierteam den Anschluss verloren, haben aber beide versucht, den Anschluss wieder herzustellen. Später hat sich dann eine 6 köpfige Verfolgergruppe gebildet die ab Kilometer 20 gegen die Zeit kämpfte. Bis zum letzten Anstieg hatten wir gerade mal 4 Minuten Rückstand, doch dann bekam ich etwas Magenprobleme und konnte nur noch Halbgas fahren. Das Rennen war ok, aber die nächsten Tage, werden besser!

Ergebnisliste: http://services.datasport.com/2011/mtb/Transalp/stage1/RANG025.HTM

Etappe 2 von Weerberg nach Mayrhofen:

Heute ging es über eine Distanz von 68km mit 2911Hm von Weerberg nach Mayrhofen. Gleich nach dem Start ging es in den ersten von insgesamt 3 langen Anstiegen. Von Beginn an wurde gleich wieder ein hohes Tempo gefahren. Noch leicht angeschlagen vom Vortag, jedoch ohne die Magenprobleme ging es gut los. Unsere Teamtaktik war es das Tempo der Spitze mitzugehen. Wenn es jedoch wieder so hoch wie am Vortag wird, werden wir unseren eigenen Rhythmus fahren.

Und so kam es auch. Wir haben uns aber nicht aus dem Tritt bringen lassen – so starteten wir den ersten Anstieg gleich in einer kleineren Gruppe. Über die gesamte Distanz ging es eigentlich nur Berg auf oder Berg ab. Jedoch statt uns in den Abfahrten vom vorherigen Anstieg zu erholen nahmen wir auch diese richtig in Angriff. Der Plan, am letzten Anstieg dann noch etwas Plätze gut zu machen, ging recht gut auf. Den somit erkämpften 9. Platz konnten wir dann gut bis ins Ziel bringen. Wir sind mit dem Tagesergebnis zufrieden! Jetzt heisst es erstmal noch ein wenig zu regenerieren bevor morgen ein neuer Renntag anbricht!

Ergebnisliste: http://services.datasport.com/2011/mtb/Transalp/stage2/RANG025.HTM

Etappe 3 von Mayrhofen nach Brixen:

Von Gestern auf Heute erlebten wir einen heftigen Wetterumschwung. So regnete es seit gestern Abend nicht nur sehr stark, sondern die Temperaturen sanken auch gleich mal auf 10 Grad in dem auf 650m gelegenem Startort der heutigen Etappe Mayerhofen. Gleich vom Start weg ging es in einen langen Anstieg, der auch der einzige der Strecke sein sollte. Er endete auf 2232Hm im Schnee, so tief war die Temperatur gefallen. Aber mein Teamkollege Torsten Marx und ich haben uns davon nicht entmutigen lassen. Je näher wir dem Gipfel kamen umso schwieriger wurde es, sodass wir im Anstieg hinauf zum Pfitscherjoch den Anschluss zur Spitzengruppe verloren haben. Oben bei 0 Grad und Schnee angekommen hielten wir kurz bei unseren Betreuern an um uns zu verpflegen und mit einer Jacke für die kalte Abfahrt auszustatten. Es war so eisig und nass, dass ich selbst beim Anziehen der Jacke Hilfe brauchte. Meine Finger waren wie eingefroren. Dann ging es in die Abfahrt: 65km herab bis zum Ziel. Diese wurde immer wieder durch kurze aber harte Gegenanstiege unterbrochen, die hart für die vom Anstieg gezeichnete Muskulatur waren. Dennoch konnten wir noch einige Teams ein- und überholen und so noch einige Plätze gut machen. Morgen ist dann die Königsetappe für die Bergfahrer: 72km und 3524Hm. Das wird ein Spaß. Drückt die Daumen dass es morgen wieder schönes Wetter gibt!

Ergebnisliste: http://services.datasport.com/2011/mtb/Transalp/stage3/RANG025.HTM

Etappe 4 von Brixen nach St. Vigil:

Ein harter Tag geht zu Ende! Nun haben wir auch die Königsetappe der Höhenmeter absolviert. 72km und 3524Hm, viele steile Anstiege. Wir haben versucht die Zeit zu verteidigen, früh ging die Spitzengruppe, die wir aber ziehen lassen haben. Torsten und ich machten uns nun auf den Weg wieder unser eigenes Tempo zu fahren. Das war auch gut so, fuhren sogar ein paar Teams auf und machten Plätze gut, aber auf den letzten 15km schlich sich doch noch ein Platten ein. Torsten war schon sehr angeschlagen heute. Deshalb entschieden wir, dass er weiter fährt und ich derweil den Platten repariere, um dann den Abstand auf ihn wieder zu zufahren. Dennoch verloren wir dadurch leider ein paar plätze! Mit Platz 16 und der Verbesserung auf Rang 8 in der Gesamtwertung sind wir mit dem heutigen Tag trotzdem recht zufrieden! Morgen geht es dann nach dem Bergfest heute in die nächste Runde.

Ergebnisliste: http://services.datasport.com/2011/mtb/Transalp/stage4/RANG025.HTM

Etappe 5 von St. Vigil nach Alleghe:

Heute dachten wir, es würde eine gute, starke Etappe werden, aber in der letzten Nacht fing es erneut an zu regnen und die Temperaturen gingen auf 8 Grad zurück - und das gerade mal auf 1200Hm in St. Vigil. Eigentlich dachte ich vorgestern die Etappe wäre die härteste gewesen, wo wir schon auf 2232Hm ins Schneegestöber geraten waren. Aber heute wurde es dann doch wohl noch härter. Wir starteten im Regen und fuhren im ersten Anstieg auf 2200Hm. Es ist schon „angenehm“ wenn die harten Regentropfen die auf die Regenjacke knallen langsam in Schnee übergehen. Der Schnee ist eigentlich gar nicht so schlimm, nur sinkt die Temperatur und wenn man dann durch nässt ist, wird das ganze echt hart! Schon am Start meinten sie, es könnte sein, dass sie wegen der schlechten Wetterbedingungen das Rennen dann im zweiten Anstieg bei Km 47 beenden werden, weil es dann auf 2417Hm auf den Rifugio Averau hinauf gegangen wäre und es dann noch mehr Schnee gegeben hätte. Im ersten Anstieg ließen wir es locker angehen, weil wir davon ausgingen, im zweiten Teil des Rennens dann etwas aufzudrehen. In der Abfahrt vom ersten Berg ließen wir es dann richtig krachen, so dass wir den Kontakt zur Spitzengruppe bis auf 30 sec. wieder herstellten. Als wir dann durch die zweite Feedzone kamen, erhielten wir die Info, dass das Rennen dann bei Km 47 beendet wird, somit haben wir noch mal alles versucht und haben es dann wieder auf Platz 9 geschafft und haben unseren 8. Platz in der Gesamtwertung sehr gut heute verteidigt! Morgen geht es wieder auf ein neues. Wir hoffen aber, dass das Wetter ein bisschen besser wird, da morgen wieder jede Menge an Höhenmetern absolviert werden müssen. 72Km und 3147Hm... Da werden die Beine wieder sehr brennen... Bis Morgen, euer René

Ergebnisliste: http://services.datasport.com/2011/mtb/Transalp/stage5/RANG025.HTM

Etappe 6 von Alleghe nach San Martino di Castrozza, 72km mit 3147Hm:

Die 6. Etappe ging echt locker los, erst ging es ein paar Kilometer eben dahin, bevor es in den ersten Anstieg ging. Heute ging es eigentlich immer nur die ganze Zeit Berg auf und immer mal ein paar kurze Abfahrten zum ausruhen. Durch die letzten Tage bei Regen und Schnee auf über 2200Hm ist das Team 1 Black Tusk ist schon sehr angeschlagen. Heute war es aber wieder schönes Wetter. Wir haben uns gesagt wir fahren wieder locker los, weil um in der Spitzengruppe mitzugehen würde man später wahrscheinlich nur kaputt gehen. Somit sind wir wieder von Anfang an unser eigenes Tempo gefahren. Die heutige Etappe war so echt schön. Man ist weit oben unterwegs und die Berge sind echt schön hier. Am Berg läuft es immer noch sehr gut. Aber man merkt schon, dass man 6 Etappen schon in den Beinen hat. Wir liegen immer noch in der Gesamtwertung auf den 8. Platz und werden die nächsten 2 Tage versuchen diesen noch zu verteidigen. Morgen steht dann die vorletzte Etappe mit 122km und 2433Hm auf dem Programm. Ich denke Morgen wird es ein schnelles Rennen geben. Also drückt die Daumen für die nächsten 2 Tage! Liebe Grüße, René.

Ergebnisliste: http://services.datasport.com/2011/mtb/Transalp/stage6/RANG025.HTM

Etappe 7 von San Martino di Castrozza nach Trento, 122km mit 2598Hm:

Mit hoher Motivation gingen heute mein Teampartner Torsten Marx und ich ins Rennen. Unser heutiges Ziel: wir wollten unseren 8. Gesamtplatz verteidigen. Doch leider hatten wir heute nicht ganz so viel Glück. Ca. 10km nach dem Start fuhr sich Torsten ein Hinterrad defekt ein. Die Luft entwich langsam aus dem Hinterrad. Deshalb mussten wir leider die Spitzengruppe ziehen lassen. Nun standen wir am Streckenrand und flickten sein Hinterrad. Kaum repariert machten uns dann auf die Verfolgungsjagt. Da der Platten aber relativ früh im Renngeschehen passierte, überholten uns in der Zeit viele andere Teams. Somit verloren wir nicht nur wichtige Zeit beim Schlauch montieren, es war zugleich auch sehr schwer auf der schmalen Strecke die Fahrer vor uns wieder zu überholen.

Aber wir gaben nicht auf: Wie im Weltcup versuchten wir gemeinsam Plätze gut zu machen. Dies gelang uns auch sehr gut. Gruppe um Gruppe fuhren wir auf und überholten diese. So es ging immer mit Zug nach vorn weiter. Jedoch schien das Glück nicht auf unserer Seite zu sein, denn im langen Anstieg hinauf auf den Passo Cinque Croci (2017Hm) fuhr sich leider Torsten den zweiten Platten ein. Diesmal aber im Vorderrad. Nachdem wir diesen dann auch reparierten, fingen wir dann an, alle Kräfte noch mal zu mobilisieren. Nach der Abfahrt fuhren wir weiter auf einige Teams auf. Unten dann im Tal ging es dann auf dem Radweg entlang. Alle waren schon sehr angeschlagen, trotzdem hieß es jetzt gegen die Zeit zu Kämpfen, denn wir wollten ja unseren 8. Gesamtplatz halten. Somit spannte ich mich vor die Gruppe und zog sie mit einem 35iger Schnitt durch das Tal. 35km später ging es dann nochmal in den letzten Anstieg. Gemeinsam mit meinem Teamkollegen sprengten wir die Gruppe wurde immer kleiner. Bis ins Ziel reichte es dann noch für einen guten 14. Rang - aber leider 8. Platz in der Gesamtwertung war leider weg. Aber so ist das halt. Am einem Tag hat man Glück, am anderen macht einem die Defekthexe einen Strich durch die Rechnung.

Aber Morgen haben wir ja noch einen Tag, wo aber wahrscheinlich nicht mehr viel passieren wird. Trotzdem wird über die letzte Etappe nach Riva über 75km und 2162Hm dann noch mal alles gegeben. Danach geht es ab zum verdienten Pizzaessen an der Promenade, was sich unser Team nach der harten Arbeit auch echt sich verdient hat! Also bis Morgen. Euer René

Ergebnisliste: http://services.datasport.com/2011/mtb/Transalp/stage7/RANG025.HTM

Etappe 8 von Trento nach Riva del Garda, 75km mit 2162Hm:

Ergebnisliste: http://services.datasport.com/2011/mtb/Transalp/stage8/RANG025.HTM

Mit dem erfolgreichen absolvieren der letzten Etappe ist die Craft Bike Transalp 2011 nun vorbei. Heute hieß es für uns noch mal richtig alle Kräfte zu mobilisieren um dann auf die Etappe von Trento nach Riva del Garda in Angriff zu nehmen. Das Wetter schien zu halten und die Stimmung im Team war sehr gut. Aber dann passierte es wieder. Das Pech ereilte uns 3 Minuten vor dem Start, als bei meinem Teamkollegen auf dem Vorderrad die Luft entwich. Nervosität und Hektik kam auf. Aber wir hatten einen sehr guten Mechaniker dabei, der schnell zum Auto rannte und ein neues Vorderrad holte. Noch eine Minute bis zum Start wurde das Vorderrad schnell gewechselt. Die Zuschauer zählten runter und die letzte Schraube vom Bremssattel war fest als der Startschuss fiel. Nun konnte die 8. Etappe der Transalp starten. Die ersten 2 Kilometer waren kaum neutralisiert. So ging es gleich in den ersten Anstieg hinauf zum Malga Brigolina. Wir positionierten uns recht gut und kamen auch sehr gut über den ersten Berg. Bei Kilometer 20 wechselte Torsten noch mal sein Vorderrad, weil es sehr stark zu regnen begann und er vorne nur einen Reifen auf dem Ersatzrad hatte, der für dieses Wetter auf Grund der rutschigen Abfahrten nur sehr schwer zu fahren war. Dabei verloren wir zwar wieder einige Zeit und Plätze, machten sie aber auf den nächsten 25km wieder gut. Durch die vielen kurzen Anstiege sogar so gut, dass wir bis auf Platz 7 vorfuhren. Als wir dann den letzten Anstieg auf der Höhe vom Ranzo passierten ging es dann hinunter ins Tal, wo es dann die letzten 35km der Transalp komplett auf dem Radweg bis ins Ziel ging. Diese letzten Kilometer wurden nochmal sehr schwer, da wir mit kräftigem Gegenwind zu kämpfen hatten. Aber der Black Tusk Express nahm eine gute Reisegeschwindigkeit auf, fuhren zusammen bis ins Ziel und sicherten uns heute Platz 7 und konnten somit in der Gesamtwertung den 9. Platz erfolgreich verteidigen.

Wir sind sehr zufrieden mit der Platzierung, da die diesjährige Transalp, durch die wechselhaften Wetterbedinungen eine sehr schwere Etappenrundfahrt war. Nun geht es für uns heute Abend zum wohlverdienten Pizza essen und lassen somit verdient die Transalp gemütlich ausklingen! Dann heißt es gut regenerieren und in der nächsten Woche die weitere Wettkampfplanung für den Rest der Saison planen.

An dieser Stelle möchte ich mich noch mal bei allen beteiligten Personen vom Team Mooove und dem Black Tusk Racing Team und all den Helfern für eure Unterstützung bedanken. Ohne euch wäre dies nicht möglich gewesen.
Bis die Tage, euer René

Gesamtwertung: http://services.datasport.com/2011/mtb/Transalp/stage8/CUP025.pdf

Infos zu allen Etappen findet ihr hier: http://www.bike-magazin.de/event/bike-transalp/?id=304

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